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Worum geht es bei SEIKA-NRW?

Die Studie SEIKA-NRW verfolgt zwei Ziele:

1. Evaluation der in Nordrhein-Westfalen zusätzlich zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel zur Förderung von Sprachbildung und Sprachentwicklung in Kindertageseinrichtungen.

2. Erforschung der Bedingungen einer wirksamen frühen Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen.


Wie soll dies durchgeführt werden?

Die Studie wird in drei Bausteine aufgeteilt, in denen je einer zentralen Fragestellung nachgegangen wird:

1. "Der Weg des Geldes" (Modul A)

Die SEIKA-Projektgruppe des Deutschen Jugendinstituts in München (DJI) erforscht in Modul A, wie die zusätzlich durch das Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellten finanziellen Mittel für so genannte plus-KITAs und für zusätzliche Sprachförderung in Kitas eingesetzt werden. Dabei erfassen sie, nach welchen Kriterien auf der Ebene der Jugendämter Kitas ausgewählt werden, die dieses Geld erhalten und wie die Mittel auf die einzelnen Einrichtungen verteilt werden. In einem weiteren Schritt untersucht die Arbeitsgruppe, wie die einzelnen Kitas dieses Geld einsetzen.

2. "Der Sprachentwicklungsstand der Kinder in den Einrichtungen" (Modul B1)

Anfang 2016 erheben die Mitarbeiter der SEIKA-Projektgruppe der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Modul B1 einmalig den Sprachentwicklungsstand von ca. 2.000 Kindern im Alter von 2 ½ bis 6 ½ Jahren aus 99 Kitas. Hierbei handelt es sich um Einrichtungen, die in unterschiedlichem Maße zusätzliche finanzielle Fördermittel erhalten. Jeweils drei Kitas bilden einen „Driling“ – das heißt, sie sind sich auf möglichst vielen Maßen sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der zusätzlichen Förderung, die sie erhalten.

3. "Die Wirksamkeit früher Sprachbildung in den Einrichtungen" (Modul B2)

Aufbauend auf Modul B1 der Studie evaluiert die Arbeitsgruppe aus Bochum längsschnittlich in Modul B2 die Wirksamkeit einer frühen Sprachbildung in den Kitas. Dazu wird der Sprachentwicklungsstand von 600 Kindern, die bereits Anfang 2016 an der Studie teilgenommen haben, erneut in den ersten Halbjahren 2017 und 2018 in den Einrichtungen beurteit. Zum ersten Untersuchungszeitpunkt (2016) sind diese Kinder zwischen 2,5 und 3,11 Jahren alt. Jedes Jahr werden die in den beteiligten Kitas neu hinzugekommenen Kinder derselben Altersgruppe mit in die Studie aufgenommen. Im Laufe der Studie soll die Stichprobe so auf etwa 1.000 Kinder aufgestockt werden. Parallel werden Befragungen der pädagogischen Fachkräfte und Beobachtungen zur Umsetzung alltagsintegrierter Sprachbildung in den beteiligten Kitas durchgeführt. Ergänzend werden die Eltern der Kinder zu Merkmalen der häuslichen Lernumwelt befragt.